Fluidmanagement-
modul

Mein Lieblingsprodukt

Das läuft wie geschmiert

Oliver Bahn, dualer Maschinenbaustudent bei Hengst Automotive im Bereich Entwicklung Filter & Module, über Fluidmanagementmodule für Fahrzeugmotoren

Hallo Oliver, früher war ein Filterwechsel eine etwas schmierige Angelegenheit?
Hallo, damals wurden Anschraubfilter benutzt. Das waren Patronen, die beim Wechsel komplett ausgetauscht wurden. Bei diesen kleinen metallischen Umweltsündern lief dabei auch mal etwas Öl aus. Leider kommen diese heute auch noch vor, aber bei Fahrzeugen, die mit Hengst Systemen ausgestattet sind, gehört das zum Glück schon lange zur Vergangenheit.

Und jetzt entwickelst du moderne Filter?

Unter anderem ja. Ich konnte aber auch die Entwicklungsarbeit ganzer Fluidmanagementmodule unterstützen. Diese kommen beispielsweise in Motoren von Daimler zum Einsatz und vereinen viele Funktionen wie eine Kühlmittelpumpe, Sensoren, Ölkühler und eben auch Ölfilter. Die Filter arbeiten mit dem Energetic-System von Hengst. Da bleibt das Filtermodul lebensdauerfest am Motor und die Werkstatt tauscht nur den Filtereinsatz aus.

Die Entsorgung des Filtereinsatzes ist also umweltschonender?
Beim Ölfilter wird der metallfreie Filtereinsatz nach dem Wechsel thermisch verwertet. So gewinnt man sogar noch Energie. Insgesamt haben wir auch das Abfallvolumen gegenüber der Nutzung mit Anschraubfiltern um 90 Prozent gesenkt.

Und wo bleibt das Öl, das früher auch mal auslief?
Beim Öffnen des Schraubdeckels läuft das Öl über das integrierte Ablaufventil in die Ölwanne zurück. So tritt kein Öl beim Wechsel aus – also eine saubere Angelegenheit.

Klingt einfach, aber es steckt sicherlich viel Technik hinter Fluidmanagementmodulen?
Ja, und das ist für mich besonders spannend: Bei der Entwicklung arbeite ich zum Beispiel beim Produktdesign mit, also bei der Konstruktion von 3D-Modellen, aus denen dann Zeichnungen angefertigt werden. Die Module werden dann in der eigenen Gießerei gefertigt. Vor der Serienfertigung eines Bauteils steht jedoch noch die Erprobung: In der Versuchsabteilung werden die Module auf Herz und Nieren geprüft. Denn sie sollen unter anderem zuverlässig kühlen, filtern und die Bauteile schmieren – ansonsten läuft der Motor nicht rund.

Das sind viele Funktionen auf kleinstem Raum.
Das ist die Herausforderung, da der Bauraum am Motor begrenzt ist. Zudem werden unsere Fluidmanagementmodule in zahlreiche Modelle führender Fahrzeughersteller verbaut – vielfältig einsetzbar, das ist Innovation. Für die weltweit nutzbare Bauteilkonzeption ist Hengst unter anderem mit dem Daimler Supplier Award 2013 ausgezeichnet worden.

Erfolg bringt bekanntlich auch Druck mit sich. Ist dieser nun besonders hoch?
Mit Druck arbeiten – das ist eine Stärke von uns: Durch unseren Spitzenfilter laufen 390 Liter Öl pro Minute. Das sind drei mit Öl gefüllte Badewannen. Und selbstverständlich entwickeln wir immer weiter: Mit den Fluidmanagementmodulen optimieren wir wichtige Faktoren wie Bauraum, Gewicht und Kosten. Zudem arbeiten wir an verbesserten Strömungsverläufen.

Siehst du das Produkt auch im Alltag?
Im Grunde nicht, weil es ja im Motorenraum verbaut ist. Aber natürlich weiß ich, dass „mein Produkt“ darin steckt. Bei einem Firmenbesuch bei Daimler konnte ich übrigens sehen, wie Hengst Module mit den Daimler-Motoren zusammengefügt und getestet worden sind.

Und wie geht es weiter für dich?
Ich mache im kommenden Jahr meinen Bachelorabschluss. Vorher werde ich mein dreimonatiges Ingenieurspraktikum am Hengst Standort in Kunshan, China absolvieren. Für mich ist es toll, dass ich bei Hengst auch die Möglichkeit habe, Auslandserfahrung zu sammeln.

Dann wünschen wir viel Erfolg!
Vielen Dank.

Interview: Sebastian Volk

Steckbrief

Name: Oliver Bahn

Alter: 22

Beruf/Tätigkeitsfeld: Dualer Maschinenbaustudent bei Hengst Automotive im Bereich Entwicklung Filter & Module

Im Unternehmen seit: 3 Jahren

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